Wir unterstützen Transplantationsbeauftragte

DETECT ist ein organisatorisch unterstützendes Tool, das intensivmedizinisch behandelte Patient*innen nach relevanten dokumentierten intensivmedizinischen Parametern durchsucht, welche auf einen möglicherweise bevorstehenden irreversiblen Hirnfunktionsausfall hinweisen und die gefundenen Fälle in den Fokus der zuständigen Transplantationsbeauftragten stellt.

„Die Förderung der Organspende ist für die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein wesentliches Ziel. Und Innovationen können hier helfen. Gerade die zunehmende Digitalisierung der Patientendokumentation bietet enormes Innovationspotential für den strukturierten Prozess der Spendererkennung. Hier kann das automatisierte Screeningtool DETECT einen wichtigen Beitrag leisten. Dieses nicht kommerzielle Unterstützungstool von Krankenhäusern für Krankenhäuser macht im Klinikalltag auf potentielle Organspender aufmerksam und unterstützt so die Transplantationsbeauftragten und weitere verantwortliche Personen – und das ohne zusätzlichen Aufwand.“  

 

Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft

 „DETECT ist ein wichtiges Instrument, das die Intensivmedizinerinnen und -mediziner unterstützt. Hier greifen wir auf die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung zurück, ohne die letztendliche Entscheidung den handelnden Menschen aus der Hand zu nehmen. DETECT gibt uns mehr Zeit, um potenzielle Organspenderinnen und -spender zu erkennen und damit Leben zu retten. Denn Organspende rettet Leben“ 

Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden.

„Das Nadelöhr im Organspendeprozess ist das frühzeitige Erkennen möglicher Spenderinnen und Spender auf den Intensivstationen. Retrospektive Todesfallanalysen in Entnahmekrankenhäusern mit DSO-TransplantCheck haben gezeigt, dass durch rechtzeitiges Erkennen möglicher Organspenden mehr Spenden realisiert werden könnten. Hier leistet das automatisierte elektronische Screeningtool DETECT auf den Intensivstationen einen wertvollen Beitrag zur systematischen Identifizierung von Patientinnen und Patienten mit einem unmittelbar bevorstehenden oder bereits eingetretenem irreversiblen Hirnfunktionsausfall.“
 

​Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung ​Organtransplantation

„Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nur sinnvoll, wenn sie Mehrwerte schafft. Die Verbesserung der Organspendererkennung durch DETECT zeigt, welchen Einfluss individuelle Softwareentwicklung an den Datenintegrationszentren auf die Gesundheitsversorgung haben kann. Schlanke Entwicklungsprozesse lassen konkrete Lösungen entstehen, Interoperabilität ermöglicht eine reibungslose Integration in die Klinikinfrastruktur, Quelloffenheit sorgt für Transparenz und Zugänglichkeit.“
 

​Prof. Dr. Martin Sedlmayr , Direktor des Zentrums für Medizinische Informatik

Das Potential

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland postmortal 2905 Organe gespendet. Laut Deutscher Stiftung Organtransplantation standen dem 8730 benötigte Organe gegenüber. Die Erkennung von Patienten mit möglicherweise eintretendem irreversiblen Hirnfunktionsausfall und die folgende Fragestellung einer möglichen Spende von lebenswichtigen Organen ist neben der moralischen Fragestellung sehr eng an die jeweiligen klinikinternen Zuständigkeiten und Prozesse geknüpft. 
Der Einsatz moderner Softwaretechnologien kann hierbei die Transplantationsbeauftragten unterstützen und somit einen Beitrag leisten, die wenigen in Frage kommenden PatientInnen zu erkennen und folglich die Anzahl der möglichen Organspenden zu erhöhen.  

Die Lösung

DETECT filtert durch das PDMS regelhaft erhobene Daten von aktuell behandelten PatientInnen der Intensivstationen eines Krankenhauses nach Fällen mit definierten Parametern, welche als Indikatoren dienen. Sobald ein Fall als kritisch eingestuft wurde, wird eine E-Mail Benachrichtigung an die zuständigen Transplantationsbeauftragten versandt. Dadurch werden die relevanten Patientenfälle in den Fokus gerückt und es kann eine dezidierte Einschätzung durch die Transplantationsbeauftragten hinsichtlich eines potentiell eintretenden irreversiblen Hirnfunktionsausfalls und der Möglichkeit der Realisierung einer Organspende erfolgen.

Wir unterstützen Sie bei der Einführung von DETECT

Die mit Link gekennzeichneten Schaltflächen führen Sie zu unserer Projektdokumentation.

Alle notwendigen Daten liegen in Ihrem Haus vor, da die Prädiktoren basierend auf routinemäßig erhobenen intensivmedizinischen Behandlungsparametern und Scores bereits dokumentiert werden.

Wir sind überzeugt vom Nutzen von DETECT, deshalb steht die Software unter Open-Source Lizenz. Jede Klinik besitzt somit freien Zugang zur Anwendung und zum Quellcode.

Wir stellen Ihnen ein globales Datenschutzkonzept zur Verfügung, welches bereits von der Sächsischen Landeskrankenhausgesellschaft überprüft wurde.

Um verschiedene PDM-Systeme zu nutzen, stehen mehrere Schnittstellen zur Verfügung. Datenausleitungen aus ICM, COPRA und LOWTeq konnten bereits realisiert werden. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt um die Anbindung weiterer Systeme zu ermöglichen.

DETECT IST EINE ENTWICKLUNG DER HOCHSCHULMEDIZIN DRESDEN
 IN KOOPERATION MIT DER DEUTSCHEN STIFTUNG ORGANTRANSPLANTATION